Ratgeber für HR

Schrittchallenge für Firmen – und warum Schritte allein nicht reichen.

Was eine Schritte-Challenge im Unternehmen gut kann, wo sie Radfahrer und Schwimmerinnen benachteiligt und wie ihr Schritte und jede Sportart fair zusammenbringt.

Stand: Oktober 2026 · Lesezeit ca. 5 Minuten

Warum Schrittchallenges so beliebt sind

Eine Schrittchallenge ist der einfachste Einstieg in Bewegung im Betrieb: Fast jedes Smartphone zählt Schritte, niemand braucht Sportkleidung, und auch Kolleginnen und Kollegen, die sonst keinen Sport machen, können mithalten. Für viele Firmen ist sie deshalb die erste Gesundheitsaktion überhaupt.

Wo reine Schrittchallenges an Grenzen stoßen

  • Radfahren und Schwimmen zählen nicht. Wer morgens 20 km mit dem Rad zur Arbeit fährt, sammelt kaum Schritte.
  • Viele Sportarten fallen durch. Krafttraining, Rudern oder Yoga bringen wenige Schritte, obwohl sie anstrengend und gesund sind.
  • Nicht alle können gleich teilnehmen. Wer einen Rollstuhl nutzt oder nach einer Verletzung pausiert, ist ausgeschlossen.
  • Schummeln ist leicht. Ein geschütteltes Handy zählt auch.
  • Die Größten gewinnen. Wenn Gesamtschritte zählen, siegt die größte Abteilung, nicht die aktivste.

Rechenbeispiel: Drei Kolleginnen, eine Woche

PersonWas sie machtSchrittchallengeLigaroo
AnnaTäglich 45 Minuten spazierenstarkstark, 7 aktive Tage
Mehmet4× pro Woche 20 km Rad zur Arbeitschwachstark, 32 Punkte aus dem Rad
Julia3× pro Woche 1,5 km schwimmensehr schwachstark, 18 Punkte aus dem Wasser

Vereinfachtes Beispiel. Die genaue Formel mit Höhenmetern und Tagesbonus steht unter Formel & Fairplay.

Die fairere Alternative: Schritte plus jede Sportart

Bei Ligaroo bleiben Schritte erhalten, sie sind aber nur ein Weg von vielen. Ein Tag mit Training oder mindestens 7.000 Schritten zählt als aktiver Tag. Daraus ergibt sich die Aktivquote: der Anteil eurer Leute, die an mindestens 8 Tagen im Monat aktiv sind. So vergleicht ihr Abteilungen und Firmen fair, egal wie groß sie sind. Für die Einzelwertung bringt jede Sportart Punkte nach einer offenen Formel.

Ablauf und Regeln in Kürze

  1. Zeitraum festlegen: ein Kalendermonat.
  2. Teams bilden: nach Abteilung oder Standort, gewertet pro Kopf.
  3. Quellen klären: Handy, Uhr oder Datei. Handeinträge nur begrenzt.
  4. Kick-off: Aushang, Link oder QR-Code, ein kurzer Startschuss.
  5. Zwischenstände teilen: jede Woche, ohne Einzelne bloßzustellen.
  6. Abschluss: Siegerteam, Aktivquote im Vergleich zum Start, nächste Runde planen.

Häufige Fragen

Wie viele Schritte am Tag sind ein gutes Ziel?

Die oft genannten 10.000 Schritte sind eher eine Marketingzahl. Große Studienauswertungen sehen schon bei etwa 7.000 Schritten am Tag deutliche Vorteile für die Gesundheit. Deshalb zählt bei Ligaroo ein Tag mit 7.000 Schritten als aktiver Tag.

Wie verhindert man Schummeln bei einer Schrittchallenge?

Ganz verhindern lässt es sich nicht. Hilfreich sind Daten direkt aus Handy oder Uhr statt Handeinträgen, Plausibilitätsprüfungen und eine Wertung, die Regelmäßigkeit belohnt statt Rekorde.

Zählen Radfahren und Schwimmen bei einer Schrittchallenge?

Bei einer reinen Schrittchallenge meist nicht oder nur über grobe Umrechnungen. Bei Ligaroo zählt jede Sportart nach einer offenen Formel, Schritte sind eine von vielen Möglichkeiten, aktiv zu sein.

Wie lange sollte eine Schrittchallenge laufen?

Vier Wochen sind ein guter Rahmen. Danach lohnt sich eine monatliche Fortsetzung, damit die Bewegung nicht wieder einschläft.